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Der Studentenchor der Friedrich-Schiller-Universität Jena wurde 1949 als Teil eines größeren Ensembles, des späteren Max-Reimann-Ensembles, anlässlich des Deutschlandtreffens im darauffolgenden Jahr gegründet und stand zu Beginn unter Leitung des Komponisten Siegfried Müller. Wesentlich geprägt wurde der Chor durch Hans-Joachim Ludwig, der über 35 Jahre als Universitätsmusikdirektor wirkte.
Geprobt wurde anfangs noch zwei Mal die Woche 20-22 Uhr und die Konzertkleidung bestand aus grauen Kostümen und Anzügen. Im Sommer furh der Chor auf Lehrgänge und im Anschluss darangab es eine Tournee, meist in der näheren Umgebung. Man munkelt, dass der Lehrgang in Dingelstedt einer der Schönsten war, noch heute schwärmen die Sänger und Sängerinnen davon. 1957 hatte das Ensembledie Möglichkeit auf Einladung eines bulgarishen Chores eine Reise nach Bulgarien zu unternehmen. Nach drei Tagen im Zug erreichte der Chor sein Ziel und wurde herzlich empfangen. Bei Auftritten des Ensembles gab es neben dem Chor auch Volkstänze der Tanzgruppe als festen Bestandteil. Da auch ein Orchester zum Ensemble gehörte, war eine Männertruppe für den Transport der Noten und Instrumente verantwortlich - sie wurde von allen nur "die Ruck-Zuck" genannt.

Chor singendSpäter wurde nur noch einmal die Woche geprobt und zu den Chorlagern im Sommer kamen die Weihnachtskonzerte hinzu. Nach der Probe ging man noch etwas trinken, anfangs "Zum Hauser", was später die Weintanne wurde und es gab sogar ein Lied, wenn das Bier alle war und dann kam die nächste Runde.

Ein großes Projekt in den 80ern war das "Credo" von Antonio Vivaldi. Dabei wurde diskutiert, ob der Studentenchor solch geistliche Musik aufführen dürfe, aber der damalige Chorleiter Hans Ludwig setzte sich durch - er erklärte, dass dies Pflege kulturellen Erbes sei und auch Studenten sich mit Kirchemusik beschäftigen müssen.

1993 übernahm Berit Walther die künstlerische Leitung des Chores, die sie bis 2001 ausübte. Unter ihrem Dirigat nahm der Chor erfolgreich am Thüringer Landes-Chorwettbewerb und in der Folge 1998 am bundesweiten „5. Deutschen Chorwettbewerb“ in Regensburg teil. Im selben Jahr produzierte der Studentenchor mit Unterstützung des Studentenwerks Jena/Weimar auch eine CD mit geistlicher Chormusik. Musikalisch wechselte das Programm des Chores jährlich zwischen geistlich und weltlich ab.

Andere herausragende Projekte unter der Leitung Berit Walters waren Aufführungen des „Requiem“ von Wolfgang Amadeus Mozart und der „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach. Gemeinsame Projekte mit anderen Chören bereicherten zusätzlich das Programm. Mit dem Universitätschor Leipzig wurde Orffs Carmina Burana aufgeführt und man nahm eine CD von Joseph Haydns "Die Schöpfung" auf. Gemeinsam mit dem akademischen Musikensemble der schlesischen technischen Universität in Gliwice und anderen Ensembles aus der Ukraine und Polen nahm der Chor 2000 an einer Aufführung der „Carmina Burana“ in Polen teil. Weitere Konzertreisen führten nach Schweden, England, Italien, Spanien und in die Schweiz.

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  Mit Ansgar Eimann begann im Oktober 2001 eine seither nicht abgerissene Reihe von Studenten der Hochschule für Musik in Weimar als Leiter des Studentenchores. Aus privaten Gründen gab er die Leitung des Chores aber bereits im Oktober 2002 an Wieland Lemke ab. Die Höhepunkte von dessen Zeit als Chorleiter waren die Konzertreise im Sommer 2004 nach Amiens (Frankreich), wohin der Chor eingeladen wurde, ein Konzert in der größten gotischen Kathedrale der Welt zu geben, die Konzertreise and die Nordsee im Sommer 2006 sowie das "Requiem" von W. A. Mozart in Zusammenarbeit mit der akademischen Orchestervereinigung der FSU, dem Uniorchester Erfurt und dem Universitätschor Jena. Das Sommersemester 2005 über arbeitete der Studentenchor an der szenischen Uraufführung der Oper "Die Bürgschaft" von Franz Schubert, hier zusammen mit den Universitätschören Jena und Erfurt, dem Vokalkomitee, einem Solistenensemble und der Jenaer Philharmonie unter der Leitung von Universitäts-Musikdirektor Sebastian Krahnert. Prägend für Wieland Lemkes Leitung waren aber vor allem liebevoll ausgearbeitete Programme mit weltlichen und geistliche A-capella-Liedern zu Weihnachten und im Sommer.

Chor mit Christoph Westphal

Im Januar gin die künstlerische Leitung in die Hände von Christoph Westphal (damals noch Christoph Lutz) über, der den Chor - ebenso wie Christoph Hiller - bereits ein Semester vertretungsweise geleitet hatte. Der Studentenchor bestritt unter ihm viele kleine, teilweise zu kleinen Traditionen gewordene Auftritte im universitätren Rahmen, etwa bei der Begrüßung der ausländischen Studierenden, dem Unigartenfest oder der feierlichen Immatrikulation und erweiterte sein Repertoire an geistlichen und weltlichen A-capella-Stücken.

Es wurden aber auch jedes Semester größere Projekte angepackt: Im September 2007 gab es eine Konzertreise ins Müsnterland, 2008 mit der D-Dur-Messe (op. 86) von Antonín Dvořák nach Usedom und Rügen. In denselben Jahren nahm der Chor auch am Abschlusskonzert der Händelfestspiele in Halle teil. Seit 2007 finden darüber hinaus regelmäßig gemeinsame Konzerte mit den Universitätschören Halle und Leipzig statt, so auch 2008 anlässlich des 450jährigen Jubiläums der Universität Jena in der Stadtkirche Jena. Im Sommer 2009 feierte der Studentenchor sein 60jähriges Jubiläum. Zum Festkonzert konnten wir als Gäste den Jenaer Madrigalkreis unter Leitung der früheren Studentenchordirigentin Berit Walther und eine große Anzahl ehemaliger Studentenchorsänger jeden Alters begrüßen. Dem Jubilar ging es hervorragend: wegen immer weiter steigenden Andrangs an Sangeswilligen hatte der Studentenchor seine Größe in den Jahren vor 2009 immer mehr bis auf beinahe 100 Singende vergrößert.

Chor mit Ines Kaun

 Bei der Konzertreise im September 2009 ins Saarland und nach Frankreich wurde der Chor erstmals von seiner neuen Dirigentin Ines Kaun geleitet, die offiziell seit dem Beginn des Wintersemesters 2009 die alleinige Leitung innehat. Sie führt die erfolgreiche Arbeit ihrer Vorgänger fort und setzt doch eigene Akzente: das Repertoire erweiterte sie in Richtung englischsprachiger und zeitgenössischer Musik. Neben Konzerten und kleinen Auftritten in Jena und anderen Thüringer Städten im Sommer und am 2. Adventswochenende finden weiter jährlich Konzertreisen in der vorlesungsfreien Zeit statt: 2010 war die Bodenseeregion Ziel, die "Missa brevis" von Knut Nystedt im Gepäck, 2011 Berlin/Brandenburg und 2012 Sachsen, jeweils mit Liederprogrammen, daneben gibt es seit 2010 regelmäßig Konzerte des Studentenchores am Silvesterabend in Scheidegg im Allgäu. Zu den besonderen Höhepunkten der letzten Jahre gehörte auch eine Aufführung von Kalr Jenkins' "Requiem" im Jenaer Volkshaus mit dem Jenaer Madrigalkreis und der Jenaer Philharmonie im Frühjahr 2011 und ein weiteres Konzert mit den Partnerchoren aus Halle und Leipzig in Halle im Juni 2012.

Für 2013 hat sich der Studentenchor als Höhepunkte eine Konzertreise nach Norddeutschland und die Teilnahme am Landeschorwettbewerb im November in Sondershausen vorgenommen.

 
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